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Wegen Pannen-BER – Regierungs-Flugbetrieb droht Chaos

Weil der Pannen-Flughafen BER im Oktober 2020 zunächst ohne Regierungs-Terminal eröffnen soll, muss der Flugbetrieb von Kabinett und Parlament auf einen provisorischen Regierungsterminal am Standort Schönefeld ausweichen.

Von Karina Mößbauer

Doch schon jetzt ist klar, dass diese Zwischenlösung für Stress sorgen wird. Der Grund: Platzmangel. Nur fünf der zwölf Regierungsmaschinen können dort abgestellt werden.

Ein weiteres Problem: Während eines Staatsaktes ist „ein Parallelbetrieb für den politisch-parlamentarischen Bereich der Flugbereitschaft BMVg nicht möglich“, schreibt das Verteidigungsministerium in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage.

Alternative Abfertigungspositionen

Das heißt: Wird ein Staatsgast mit militärischen Ehren empfangen, kann dort nicht gleichzeitig ein deutscher Minister landen bzw. abfliegen. In diesem Fall müssten extra „alternative, angemessene Abfertigungspositionen“ am BER angemietet werden. Dies könnte zu „zeitlichen Verzögerungen“ führen.

Auch Wartung und Instandsetzung müssten an anderen Standorten stattfinden.

„Ein weiteres Beispiel dafür, dass Deutschland sich mit dem BER weltweit lächerlich macht“, kritisiert FDP-Politiker Marcus Faber.