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Sie machen die Krebs-Plage zum Street-Food-Renner

Treffen sich eine Zukunftsforscherin, ein Koch und ein Unternehmensberater – was jetzt kommt, ist kein Witz – und gründen ein Unternehmen, das aus Schädlingen Gourmet-Street-Food macht.

Berliner als Fressfeinde der Sumpfkrebse

Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs hat sich in Berlin ausgebreitet und bringt unser Ökosystem durcheinander. Wahrscheinlich Ursprung der Plage: Aquariums-Besitzer, die die vermehrungsfreudigen Tierchen aussetzten.

Bisher fehlte ein natürlicher Fressfeind. „Aber die Fressfeinde, das sind jetzt wir“, sagt Lukas Bosch, einer der Gründer von „Holycrab“. Das Ziel des Start-ups ist es, invasive Tier- und Pflanzenarten (also solche, die in anderen Welt-Regionen heimisch sind) zuzubereiten.

Krebs mit Pasta oder Pommes

So weit, so theoretisch. Praktisch schmeckt das so: „Pasta Frutti di Plage“ sind Nudeln mit dem Tiergarten-Krebs, Tomate, Parmesan, Basilikum für 9,80 Euro. Oder wie wäre eine Portion „Crabs’n’Cripples“, das sind Fish and Chips Berliner Art: Pommes aus krummen Gemüse mit veganer Mandarinen-Aioli mit Krebsfleisch für 8,50 Euro.

Holy Crab HOLYCRAB! – invasive delicatessen

Mit ihrem Food Truck können sie gebucht werden und sind auf Events unterwegs, am Sonnabend von 14 bis 20 Uhr im Sage Beach in Kreuzberg (Köpenicker Straße 18-20). Eintritt frei.